NACH NEUN JAHREN - Lauenburger SV steigt aus der Handball-Oberliga ab - 22:22 gegen TSV Ellerbek

Von Dirk Schulz
Lauenburg. Auf einem Plakat im Vorraum der Hasenberghalle sind die Leistungen der Elbdiven für die Nachwelt zusammengefasst. "Oberliga-Handball in Lauenburg seit 2006" steht dort geschrieben. Für jede Saison gibt es ein Foto mit der dazugehörigen Punktzahl und Platzierung. Höhepunkt ist natürlich die Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr. Die aktuelle Spielzeit wird dagegen in trauriger Erinnerung bleiben und findet nur wenige Meter weiter gerade ihr emotionales Ende. Es ist ein Ende ohne Happy End. Denn mit einem 22:22 gegen den TSV Ellerbek konnte die Lauenburger SV den Abstieg nicht mehr abwenden.

Lauenburger SV – TSV Ellerbek

Samstag, 2.Mai 2015 – 16:00 Uhr

Hasenberghalle, Schulstraße in Lauenburg

Am Samstag kommt der TSV Ellerbek zum letzten Spiel der laufenden Saison. Die LSV-Frauen mussten zuletzt sehr viel Kritik einstecken. Jeder der die Mannschaft genauer kennt, weiß, dass sie in der Rückrunde, von den Spielen in Stockelsdorf,Jörl und Ellerbek einmal abgesehen, unerklärlicherweise weit unter ihren Möglichkeiten blieb.

DESASTRÖS Elbdiven nach 19:30-Pleite vor dem Abstieg

Von Olaf Lüttke
Lauenburg. In den letzten Minuten der Oberligapartie gegen die lauenburger SV gab es in der Halle an der Budapester Straße kein Halten mehr. Aus 300 Kehlen erklang "Welcome to the hell of St.Pauli". Die Ersatzspielerinnen des FC St.Pauli standen auf ihrer Bank und klatschten rythmisch mit. Und auf dem Feld grinsten die Kiezhandballerinnen bis über beide Ohren. Nur in den Gesichtern der Elbdiven spiegelte sich das blanke Entsetzen wider. Die Lauenburgerinnen hatten unweit der Reeperbahn ihre ganz persönliche Handball-Hölle erlebt. Nicht nur, dass das Abstiegsduell gegen St.Pauli mit 19:30 verloren ging und die Mannschaft auf einen Abstiegsplatz abrutschte. Auch im direkten Vergleich liegt die LSV nun hinten (Hinspiel 35:26).

Lauenburg: Nach der derben 19:30 (6:13)-Niederlage beim FC St. Pauli sind die Frauen des Lauenburger SV auf einen Abstiegsplatz der Handball-Oberliga zurückgefallen und können aus eigener Kraft den Klassenerhalt nicht mehr sichern.
"Weder das Wurfbildverhalten noch die Absprachen, wie wir den Gegner knacken können, wurden eingehalten", sah Trainer Rolf Ahrenbog schon zur Pause eine desolate Vorstellung, denn sechs Treffer sind eine unterirdische Torausbeute. "Wir waren gut vorbereitet, kannten die Schwächen des Gegners, haben jedoch nichts umsetzen können", sah Ahrenbog sein Team lediglich bis zum 7:5 (15.) auf Augenhöhe. Danach kippte das Spiel eindeutig zugunsten der Gastgeberinnen, die jedes Geschenk der LSV dankend annahmen. "Wir haben uns nicht an die Taktik gehalten, dazu noch fünf Siebenmeter vergeben und beste Chancen nicht genutzt", sah Ahrenbog die Motivationskurve bei den Hamburgerinnen deutlich höher steigen.

Die 19-jährige Torhüterin Laura Sommer wechselt zur kommenden Saison vom SV Henstedt-Ulzburg an die Elbe. Laura, die in Lauenburg bei Smurfit-Kappa im August ein duales Studium beginnt und auch in der Elbestadt wohnen wird, spielte zuletzt in der A-Jugend des SVHU und erreichte dort mit ihrer Mannschaft Platz 8 in der Oberliga. Sie kennt die Lauenburger Halle bereits aus dem vergangenen Jahr. Beim Riemer-Cup 2014 wurde sie in der 1.Frauen-Mannschaft des Turniersiegers aus Henstedt-Ulzburg eingesetzt.

Herzlich willkommen Laura.