Die Elbdiven haben einen großartigen Kampf in einem dramatischen Spiel abgeliefert. Mit nur 7 zum Teil angeschlagenen oder erkälteten Feldspielerinnen haben sie in Mönkeberg, die im Vorfeld einen Verlegungswunsch der LSV abgelehnt hatten, alles rausgeholt. Gegen teilweise übermotiviert agierende Mönkebergerinnen, denen man ohne Zweifel angemerkt hatte, von dieser personellen Lage zu profitieren, blieben die Elbestädterinnen gegen den sehr starken Rückraum der HSG taktisch diszipliniert. Die Gastgeber hatten darüber hinaus sogar Glück, dass die LSV-Frauen kurz vor Schluss 2x den entscheidenden Treffer unglücklich verstolperten, was der schwindenden Physis geschuldet und angesichts der Intensität des Spieles mehr als Verständlich war. Das Spiel selbst verlief ausgeglichen. Während die in eigener Halle noch ungeschlagene HSG in der ersten Halbzeit immer  knapp führte  und die LSV hinterherlief, drehten die Spielerinnen von Carsten Mahnecke mit Anpfiff zur zweiten Halbzeit den Spielstand und lagen bis kurz vor Schluss vorne.  Für eine unsinnige, unsportliche Aktion abseits des Geschehens hätten sich die Gastgeberinnen über eine blaue Karte nicht beschweren brauchen, es aber wahrscheinlich an diesem Tag nicht kommentarlos hingenommen. Denn gesprochen wurde viel, was aber vom Gespann nicht gern gehört wurde. Für die LSV-Bank gab es gelb und 2-Minuten, für die der HSG sogar rot obendrauf. 
Das Spieltagsfazit der Lauenburgerinnen:
Auf der Platte Punkt gewonnen. Neben der Platte Gewinner.

Die Elbdiven haben in Fockbek ein Spiel verloren, das eine Mannschaft nach normalem Ermessen niemals verlieren darf. Denn „normalerweise“ kann eine Mannschaft, die nur 18 Gegentore zulässt und sich mehr als 60 Torwürfe herausarbeitet nur als Sieger von der Platte gehen. Normalerweise…., wären da nicht die 75% der Fehlversuche. Von Fehlwürfen kann dabei gar nicht die Rede sein, weil Würfe gehen anders. „Jeder vierte Versuch von uns ein Treffer. Das war vieles, auf keinen Fall war es ein Spiel, das die Abwehrreihen dominierten, dass resümieren wir anders als das Siegerteam.“: meinte LSV-Teammanager Arne Bahde nach dem Spiel. „Das war auch nicht der Heimvorteil des Haftmittelverbotes, nicht zu verwechseln mit Heimstärke. Wir haben schlichtweg nicht ins Eckige getroffen. Die Chancen haben wir uns ja gut herausgespielt.“: fügt ein sichtlich enttäuschter Elbdiven-Trainer Carsten Mahnecke hinzu. LSV-Außen Sabrina Reimers, bereits nach 5 Minuten bei einem Gegenstoß von hinten von den Beinen geholt, war von den Lauenburgerinnen noch die einzige Feldspielerin, die scheinbar nicht von dem RNIE-Virus (Rund nicht in Eckig) betroffen war.

Die Begegnung hielt alles, was sie auf dem Papier und im Vorwege versprochen hatte. Allem voran Spannung, die für die Elbdiven in der ersten Halbzeit leider zu einer hemmenden Anspannung wurde. Das Ziel war klar, das Erreichen in den ersten 30 Minuten jedoch sehr schwer. „Wie ein Kaninchen vor der Schlange, spielten wir vor der Deckung vom HC Treia/Jübeck. Dazu kam, dass wir uns durch viele technische Fehler im Angriff selbst ausgebremst haben. Nicht nur wir hatten einen schlechten Tag. Oben drauf sorgten immer wieder 7 m Entscheidungen mit zweierlei Maß und grobe Fehlauslegungen dafür, dass wir immer einem Rückstand hinterherliefen. Zum Beispiel bei den Regeln 8:5 b, (Schlag ins Gesicht) und 8:8 b (Verzögerte Ballherausgabe) gibt es keinen Handlungsspielraum, das war heute offensichtlich anders. Wenn ich meine Spielerinnen kritisiere, muss mir dieser Hinweis auch gestattet sein.“: sagte LSV-Trainer Carsten Mahnecke nach der Begegnung und fügte hinzu: “ trotz allem hatten wir es ganz zum Schluss selbst in der Hand das Spiel zu gewinnen.“