Lauenburg.  Ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison in der Schleswig-Holstein-Liga gehen die Handballerinnen der Lauenburger SV personell am Stock. Beim 35:32-Erfolg gegen Slesvig IF brach sich Kreisläuferin Kaya Manthey in der Schlussphase den linken Arm und fällt für die verbleibenden Partien im Rennen um den Oberliga-Aufstieg aus.

Auch für die zweite Kreisläuferin Maren Knakowski (Ellenbogenprobleme) ist die Saison bereits beendet. Doppelt bitter: Manthey und Knakowski bilden das Herzstück der zweitbesten Abwehr der Liga. Zudem fehlt Sarah Lemmermann fast die ganze Saison mit einem Kreuzbandriss. Lena Blaschke, die nach langer Handballpause wieder einsteigen wollte, hatte sich in der vergangenen Woche bereits nach 45 Sekunden schwer am Knie verletzt.

„Das nervt langsam“, ärgert sich LSV-Trainer Carsten Mahnecke. Zu allem Überfluss fiel gegen die Gäste der dänischen Minderheit in Schleswig (IF steht für Idraetsforening) auch noch Lena Mehrkens mit einer Grippe aus. Doch das verbliebene Rumpfteam verkaufte sich blendend.

Allen voran sprangen die 19-jährigen Stapelfeldt-Zwillinge ein. Sarie überzeugte besonders im ersten Abschnitt, in dem die Lauenburgerinnen zumeist zurücklagen (Halbzeit 13:14).

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt. Die „Diven“ setzten sich Stück für Stück ab. Doch kurz nach Mantheys Verletzung – sie traf in der Aktion, in der sie sich den Arm brach, noch zum 26:22 (49.) – kam auch ein Bruch ins LSV-Spiel. Von 22:28 verkürzte Slesvig auf 31:32 (58.). Nun war es Alina Stapelfeldt mit vier Treffern in der Schlussphase, die den 35:32-Erfolg sicherte. „Es freut mich für Sarie und Alina, und es freut mich für uns, dass andere in so einer Situation einspringen und zusammen elf Tore werfen“, sagte Mahnecke, der für die Restsaison Lena Bahde, die Kreisläuferin der zweiten Mannschaft, hochzieht.
LSV-Tore: Wulf (8/2), Man­they, A. Stapelfeldt (je 6), S. Stapelfeldt, Demir (je 5), Reimers, Krajewski (2), Busch (1).

 

Quelle: Bergedorfer Zeitung

(dsc)