Hoffnungsträgerin "Elin"
(Anm.Elbdiven: Wir nennen sie Elli)

Lauenburg. Die Handballerinnen der Lauenburger SV setzen auf Neuzugang Suelin Demir - und auf Karateübungen.

Lauenburg. Für die Handballerinnen der Lauenburger SV ist die Vorbereitung auf die neue Saison schon voll im Gange. Jetzt gab es für die „Elbdiven“ eine ganz besondere Trainingseinheit: Susanne Schley, Karatetrainierin beim Dojo Samurai aus Schwarzenbek, brachte die LSV-Damen konditionell und körperlich auf Vordermann. „Solche Einheiten sind immer nett“, sagt Lauenburgs neuer Coach Carsten Mahnecke.

"Echt begeistert"

Seit knapp eineinhalb Monaten ist der Nachfolger von Rolf Ahrenbog mit seinem Team in der Vorbereitung. „Viele fragten, warum ich mir das antue, aber ich bin echt begeistert“, sagt Mahnecke. Für den Ex-Profi vom THW Kiel ist es die erste Station als Trainer im Frauenhandball. Große Unterschiede im Umgang miteinander konnte er nicht feststellen. Nur das Spiel an sich ist natürlich etwas weniger athletisch.

Abstieg abgehakt

Am 12. September starten die „Elbdiven“ in die neue Saison. Nach acht Jahren in der Oberliga müssen die Lauenburgerinnen nun in der Schleswig-Holstein-Liga ran. „Der Abstieg ist bei den Mädels kein Thema mehr“, sagt Mahnecke, der das schlechte Abschneiden in der vergangenen Saison vor allem auf den zu großen Druck schiebt. „Es hat eine richtig erfahrene Spielerin gefehlt“, sagt er, „eine Spielerin wie Elin.“

Gemeint ist Suelin Demir. Die 33-Jährige, neben Keeperin Laura Sommer einer von zwei Neuzugängen, kommt mit großen Vorschusslorbeeren. Bei der SG Rosengarten spielte Demir sogar in der 1. und 2. Bundesliga. „Das merkt man ihr an. Sie ist eine Riesen-Verstärkung. Es ist schön, wenn so eine Spielerin ihre Erfahrung weitergeben kann“, sagt Mahnecke.

Ziel: Oberes Drittel...

„Ich stelle mich nicht hin und sage, was sie besser machen sollen. Aber ich bin immer da, wenn sie Fragen haben“, meint die Neue bei der LSV. Beim Oberligisten HV Lüneburg fühlte sie sich am Ende nicht mehr wohl, dann kam das Angebot aus Lauenburg. „Ich habe mir dann ein paar Spiele angesehen und war von dem Publikum wirklich begeistert. Man hat auch gleich gesehen, dass die Mädels Handball spielen können“, sagt Demir. Coach Mahnecke möchte für die neue Serie aber keinen Druck aufbauen. „Wir werden uns im oberen Drittel aufhalten“, blickt er voraus.

... oder doch mehr?

Demir, die eigentlich nur bei einem Oberliga-Klassenerhalt kommen wollte, sieht das etwas anders: „Ich stecke mir sehr gerne Ziele und hoffe, dass wir nur eine Saison in dieser Liga bleiben.“ Dafür müssten vor allem Jungspunde wie die Zwillinge Alina und Sarie Stapelfeldt den nächsten Schritt machen. „Ich bin sehr begeistert, was sie können“, meint Trainer Mahnecke. Mit Demir, die als Linkshänderin am liebsten auf Rechtsaußen spielt, hat die LSV nun eine neue Führungsspielerin, die das Potenzial aus dem Team rauskitzeln kann.

 

Quelle: Bergedorfer Zeitung