Hallo liebe Divenfans,

nicht nur ihr habt die letzten Wochen auf ein Update gewartet, sondern auch wir, denn wir haben den schlimmsten Teil der Vorbereitung endlich geschafft! Hurra!

Den Teil, den nie jemand so richtig mag, den Teil, den niemand -egal wie gut die Argumentationskette dahinter ist-, verstehen will. Allein schon dieses Laufen?! Was ist das eigentlich und wo kommt das her? Im Spiel ist das etwas ganz Anderes. Auch das Handballfeld ist bekanntlich nicht so groß wie ein Fußballfeld, dennoch trafen wir uns immer an der Tartanbahn mit besagten Kunstrasen….irgendwie stimmte nie die Sportart… Einmal waren wir so fleißig, dass wir als Belohnung auch Beachvolleyball spielen durften, aber das liegt offenbar nicht in jedermanns Blut. 😊

Wir hatten zwischendurch die Befürchtung unserer Sportart noch einmal Gehör verschaffen zu müssen, aber der Trainerstab schwor, dass auch sie diesen Kenntnisstand besäßen.

Ja, jetzt im Nachhinein -wir haben uns nach den letzten sehr langen Distanzen mehrfach vergewissert, dass es wirklich die letzten waren- erkennen wir schon den Sinn der Übungen und die damit verbundene Schnellkraft an. Gut für uns, dass wir die „Jammer-Liegestütz“ erst am Sonntag bei Trainingslager eingeführt haben. Aber dazu später mehr. Wenn ich den Bericht fertig habe, mache ich auch welche – Versprochen!

Die Woche des Trainingslagers rückte näher und wir freuten uns darauf. Zum Einen, weil die oben beschriebenen Läufe vorbei waren und ein Handballer am liebsten in seiner Heimhalle Gas gibt, die Hallentemperatur nahezu akzeptabel war und das aller aller aller allerwichtigste der BALL. Er gehörte wieder uns, an unsere Hand, das feine Geräusch beim Loslassen, der Glücksrausch beim Eintauchen der Finger in den Backetopf…naja und die Backeblasen bis die Tapefinger wieder flogen!

Abgesehen davon, dass die Haptik des Balls zusätzlich motiviert, waren alle gewillt jetzt noch eine Schippe drauf zu legen. Die Zwillinge unterbrachen ihren Urlaub und Svea ist jetzt inzwischen noch öfter wach! Du rockst dein Auslandsjahr Ende des Jahres bestimmt richtig!

Aber nicht nur grundlegende Handballthematiken wie Laufwege, Timing, Passgeschwindigkeiten und Schüsse aufs Tor unter Belastung wurden beim Trainingslager besprochen und geübt; auch philosophische Fragestellungen wie z.B. „Warum heißt es eigentlich Trainingslager und nicht Trainingscamp?“ Ich weiß leider gar nicht, ob wir eine Antwort haben finden können.

Finden war auch am Sonntag, nachdem unsere großartigen Mannschafts- und Einzelfotos entstanden sind und einer langen schweißtreibenden Einheit, ein zentrales Thema. Finden, gefunden werden und sich finden. Unser Mentalcoach Maike hat sich mit uns zusammengesetzt und Ziele, Wünsche, Erwartungen, Streckenabschnitte konkretisiert. Einige von uns haben bereits mit ihr arbeiten dürfen, aber ich denke, dass jeder -vielleicht mehr als jedem bewusst ist- etwas mitgenommen hat. Vielen Dank nochmal Maike!

Nun starten wie in Phase 3 um die neuen Abläufe zu festigen, die Sprinteinheiten zu intensivieren und eine komplettierte Einheit zu werden.

Eure Buschi